Was ist ein "REFA Mann"?

Kurz gesagt: Ein REFA Mann ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Person, die nach den REFA Methoden ausgebildet ist und in Betrieben Arbeitsabläufe misst, analysiert und optimiert. Der Begriff stammt aus der klassischen Arbeitsstudien und Zeitermittlung.

Was bedeutet "REFA Mann" genau?

Ein REFA Mann (heute geschlechtsneutral: REFA Fachkraft, REFA Arbeitsstudienexperte) ist jemand, der die REFA Methodenlehre beherrscht. Diese Methoden wurden vom REFA Verband entwickelt, der 1924 als Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung gegründet wurde .

Die Aufgabe eines REFA Mannes umfasst typischerweise:
  Zeitstudien durchführen (z.?B. mit Stoppuhr oder modernen digitalen Verfahren)
  Arbeitsprozesse analysieren und strukturieren
  Abläufe optimieren, um Produktivität und Effizienz zu steigern
  Daten erheben, auswerten und in Soll Zeiten oder Leistungskennzahlen überführen
  Arbeitsplätze ergonomisch und menschengerecht gestalten (heute ein wichtiger Teil der REFA Lehre)

Historischer Hintergrund
Der Begriff stammt aus einer Zeit, in der REFA geschulte Mitarbeiter vor allem als Zeitnehmer in der Industrie eingesetzt wurden. Bereits 1929 wurden 1.650 Zeitnehmer ausgebildet, 1943 sogar rund 12.000 .

Damals war der "REFA Mann" oft derjenige, der mit Stoppuhr am Arbeitsplatz stand und Arbeitszeiten ermittelte - ein Bild, das sich tief in der Industriegeschichte verankert hat.

Moderne Bedeutung
Heute ist ein REFA Experte viel mehr als ein Zeitnehmer:
  Prozessmanager
  Arbeitsorganisator
  Lean Management Spezialist
  Daten und Prozessanalyst

Die REFA Methoden werden branchenübergreifend eingesetzt - von Industrie über Verwaltung bis Dienstleistung.



Quelle: Albert Ackermann (albert46)










    TH Köln-Deutz