Januar 2021

Wie erlebe ich die Welt?

Ja zurzeit ist vieles etwas unkoordiniert. Oma würde sagen, "Die Welt ist aus den Fugen"! Aber das sagte schon 2012 Peter Scholl-Latour.

Im Moment bin ich zweigeteilt.

Mir, richtiger gesagt, uns in Mitteleuropa, geht es Super gut. Das ist eine Tatsache. Der Kühlschrank ist voll, oder so gut wie. Im Keller stehen Getränke Kisten und ein Paar sonstige Getränke. Ich habe eine trockene und warme Wohnung. Aus dem Wasserkranen kommt sauberes, trinkbares Wasser. Energie in Form von Strom wird ins Haus geliefert. Ich bin im Großen und Ganzen gesund, mit ein paar kleinen Wehwehchen. Über einen Information Mangel kann ich nicht klagen, gleich ob Bücher, Telefon oder Internet. Ich kann mir weltweit fast alles Beschaffen was das Herz begehrt. Jeder kann ohne Sorge auf die Straße gehen, ohne Angst zu haben, erschossen zu werde. Was braucht man mehr. Welches wichtige Gut bzw. welches Ding fehlt zum Leben uns? Was benötigen wir wirklich zum Leben? Sorry, mir fällt nichts mehr ein. Kurz gesagt, wir haben ein sehr komfortables Umfeld. Manche werden das erst nach einigen Minuten Nachdenken bestätigen.

Womit beschäftigen wir uns zurzeit? Mit Dingen die man nicht wirklich zum Leben braucht. Mit Flugzeugen, mit Reisen, mit großen Autos, usw. Wir hecheln Dingen nach die wir kennengelernt haben und die uns Freude bereitet haben. Aber in Wirklichkeit benötigen wir diese Dinge nicht zum Leben, zum Überleben.

Ja, ich finde nicht alles gut. Ich bin mehr als oft total sauer auf mein Umfeld, wenn ich sehe was alles nicht funktioniert. Wie irre sich manche unserer Führungspersonen anstellen, wie unfähig sie in verschiedenen Dingen verhalten. Die Welt ist im Moment voller Populisten, die sich gut bürgerlich geben. Selbst ein Hundewelpen wird genutzt, um in die Nachrichten zu kommen. Aber wo sind die Macher, die eines Thema annehmen und es umsetzten. Die denkenden Querdenker, die Innovativen, die Diejenige die etwas gestalten können und wollen?

Nur mit Moderation, mit Ausgleich, mit dem allen nicht wehtun verändern wir nicht unser Umfeld und unsere Lebensumstände. Nur auf Sicht entscheiden und handeln bringt uns nicht weiter. Wir müssen uns einen Plan machen und klar sagen was wir wollen. Man muss Visionen entwickeln. Nur mal so, ein Plan ist nicht in Stein gemeißelt! Man kann heute einen Plan aufstellen und wenn es die Umstände verlangen morgen entsprechend anpassen. Man muss sich nur trauen ein Konzept in schriftlicher Form zu Papier bringen. Man muss sich festlegen. Man muss einfach nur den Mut dazu aufbringen. Ja, und das noch: Ich finde Corona, finde die Pandemie sehr gut. Sie kam zur rechten Zeit. Sie zwingt uns alle mal kurz zum Innehalten. Sie ist auch ein Brennglas, das uns die Welt mal aufzeigt, wie sie wirklich ist. Sie reißt den rosaroten Schleier von den Dingen, die in unserer Republik falsch laufen. Ich gehe so weit, das ich behaupte, wir haben zu viel an Freiheit. Viele unserer Mitmenschen können mit der vielen Freiheit und auch Freizeit überhaupt nicht umgehen. Man hat es sie auch nie gelehrt. Es gab da ein Versäumnis in der unsren Erziehung und in unserem Schulwesen. Da ist so manches im Argen.

Das sind die Dinge, die mich wütend machen und mich an vielen Dingen zweifeln lässt. Deshalb bin ich zweigeteilt. Auf der einen Seite gibt es eine große Menge positiver Dinge, auf der anderen Seite gibt es unser aller Unvermögen um unsere Zukunft positiv zu gestalten.


Schee am 17. Januar 2021 in Poll

albert46 / Foto: © Albert Ackermann